Chronik 5

--- Privateer, viel später, Silvanas Quartier

Silvana erwachte schweißüberströmt. Ihr Bett war wie von einem Kampf zerwühlt, doch sie selbst fand sich zusammengekrümmt am Boden. Ihr Körper fühlte sich naß und eiskalt an. Sie konnte sich nicht mehr erinnern wie sie dort hingekommen war. Mit einer fahrigen Bewegung wischte sie sich über die Augen. Doch es war kein Traum. Was sie jetzt erlebte war Realität.

Die Nächte des Pragun hatten begonnen. So sehr hatte sie gehofft sie für immer unter Kontrolle zu haben und von ihren Auswirkungen verschont zu bleiben, doch Maroks körperliche Nähe und die Nähe des Planeten auf dem die Sokraliziden lebten , ließ den Fluch in ihr noch stärker und drängender aufleben. Der Sokralizid in ihr stand kurz vor dem Durchbruch.

Hastig schlang sie sich eine Decke, die sie in ihrem Quartier fand, um den Leib und verließ ihr Quartier. Jetzt war keine Zeit mehr zu verlieren.

--- vor Maroks Quartier

Mit zittrigen Fingern klopfte Silvana an Maroks Kabinentür und hoffte, daß er sie hineinlassen würde ohne lange Fragen zu stellen, die ihr Auftauchen rechtfertigten. Was sie ihm zu sagen hatte, das duldete einfach keinen Aufschub mehr. Wenn sie recht hatte, dann blieb ihr weniger Zeit für ihre Erklärungen, als sie zu Beginn gehofft hatte. Die Schübe kamen in immer stärker werdenden und kürzeren Abständen.

Marok öffnete die Tür und wirkte ziemlich gefaßt, auch wenn ihn ihre Bekleidung etwas seltsam anmutete. "Ich muß mit dir sprechen", sagte Silvana und sah Marok dabei tief in die Augen. "Es ist wahnsinnig wichtig für mich. - Für uns beide", fügte sie nach kurzer Überlegung hinzu um die Dringlichkeit ihres Anliegens zu unterstreichen. Sie wußte nicht, wie lange sie ihre Sinne noch beisammen hatte und klar denken konnte.

Kurz maß er sie mit Blicken und schien ergründen zu wollen, was in ihr vorging, dann ging er einen Schritt zur Seite und öffnete die Tür noch weiter.

Marok war etwas verwirrt. Sie stand dort in eine Decke eingehüllt. Dieser Aufzug kam ihm ungewöhnlich vor. Aber er wußte zu wenig über menschliche Frauen und vielleicht war das normal.

"Kein Problem. Komm nur herein. Ich konnte ohnehin nicht mehr schlafen", meinte Marok schlicht. Die Träume, die Silvana in ihm hervorgerufen hatte, waren zumindest ebenso schlimm, wie ihr jetziges Auftauchen.

Hastig schlüpfte sie an ihm vorbei in seine Kabine, bevor sie jemand anderes von der Crew sehen und einen falschen Eindruck bekommen konnte.

--- Maroks Quartier

"Setz dich", sagte Marok und deutete auf sein Bett.

Flüchtig sah sich Silvana um und erkannte, daß es so ziemlich der einzige Platz außer dem Fußboden war, auf dem sie nebeneinander sitzen und sich unterhalten konnten. Sie nickte und setzte sich hin. Er machte es ihr gleich.

Kaum streifte sein nackter Arm ihren nackten Arm, als sie auch schon wieder den Kopf in den Nacken warf, die Augen schloß und sich jeder Muskel in ihr verspannte. Es dauerte einen Augenblick, bis der Anfall vorüber war und sie sich wieder völlig unter Kontrolle hatte. Doch es hatte ihr schon viel mehr Kraft abgewonnen, als die letzten Male. Bald war es stärker als sie.

Irgendwas stimmte mit Silvana nicht. Marok machte sich Sorgen, aber er konnte sie nicht in den Arm nehmen, weil ihn das mit tödlicher Sicherheit zu einem Kuß verführt hätte. Das wollte er auf jeden Fall verhindern.

Entschuldigend sah sie Marok an, aber er schien eher besorgt, als verärgert zu sein. Auch ihm schien bereits aufgefallen zu sein, daß etwas nicht mit ihr stimmte. Aber Silvana fiel es sehr schwer darüber zu sprechen, auch wenn sie es mußte und ihr gar keine andere Wahl blieb. So atmete sie noch einmal tief durch, bevor sie das Gespräch begann. Da er als Zaldianer ohnehin Höflichkeit haßte, hielt sie sich nicht erst mit langen Vorreden auf, sondern kam auf das eigentliche Problem zu sprechen.

"Die Nächte des Pragun haben begonnen", stieß sie atemlos hervor. Als sie bemerkte, daß er nicht nachfragte, sondern sie nur abwartend ansah, erzählte sie weiter. "Du weißt inzwischen, daß ein Teil von mir aus verschiedenen Raubtier-Genen besteht. Nun Dr. Farnside mein... mein.. Erschaffer hat diese Gene sehr vielen unterschiedlichen Wesen entnommen, die über raubtierartige Eigenschaften verfügen. Eines davon sind die Sokraliziden."

Sie holte kurz Atem und ließ ihn dabei keine Sekunde aus den Augen. Er war nicht nur ein hervorragender Kämpfer und Freund, sondern auch ein ebenso guter Zuhörer.

"Nun diese Sokraliziden kommen von Zeit zu Zeit in 'die Nächte des Pragun' wie Dr. Farnside sie in seinen Studien über diese Gattung nannte. Es handelt sich dabei um eine Phase, in die nur die Weibchen dieser überaus seltenen Spezies eintreten. - Bisher konnte ich Pragun, diese Eigenart der Sokraliziden, erfolgreich unterdrücken. Doch leider ist das diesmal anders. Wir sind in der Nähe ihres Planeten und irgendein Urinstinkt in mir wird ständig stärker und stärker. Ich werde mich bald gar nicht mehr unter Kontrolle haben." Betroffen sah Silvana zu Boden. Außer Dr. Farnside und ihr wußte niemand über diese Eigenart von ihr. Und nun auch Marok.

"Diese Sokraliziden... woher kommt es, daß ich noch niemals von dieser Spezies gehört habe? Ich kenne mich hier in diesem Sektor ziemlich gut aus", sagte Marok und musterte Silvana eingehend. Diesmal errötete Silvana nicht, weil ihre Gedanken zu sehr mit dem beschäftigt waren, was folgen würde. Sehr bald folgen würde.

"Die Sokraliziden sind weder humanoide Wesen, noch nehmen sie die meisten anderen Spezies wahr. Es handelt sich dabei um käfergroße Jäger. Sie verfügen über eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit, als jedes andere Wesen. Ihre Sinne sind um ein vielfaches verstärkt. Deshalb wählte Dr. Farnside sie auch aus. Und entweder rechnete er nicht mit der Nebenwirkung auf meine menschlichen Gene... oder... oder es war ihm egal."

'Wie oft schon habe ich mich das gefragt und wie oft gespürt, daß ich nicht hierher gehöre....', dachte Silvana. 'Ich bin kein Wesen, ich bin ein Produkt. Ein lebendes Forschungsobjekt. Meine Stärke ist zugleich auch meine Schwäche...'

"Weiter", drängte Marok, der sie noch immer nicht richtig verstehen konnte. Silvana nickte.

"Um das Überleben dieser Rasse zu sichern, befällt den weiblichen Teil der Spezies in den Nächte des Pragun der unwiderstehliche Trieb, sich mit anderen starken und dominanten Männchen seiner Art zu paaren. Dabei suchen die Weibchen die Männchen auf und lassen sich durch nichts und niemand davon abhalten. Die Männchen werden sozusagen von den Weibchen genommen. - Wenn ein Männchen nicht will, dann muß es kämpfen." Hoffnungsvoll sah Silvana Marok an, doch der schien immer noch nicht die ganze Tragweite begriffen zu haben. Also fuhr sie mit ihrer Erklärung fort.

"Dieser Instinkt ist bereits so stark in mir, daß ich zeitweise nicht mehr für meine Reaktionen verantwortlich bin. Ich sehe es aus der Perspektive eines Dritten ohne Einfluß darauf zu haben. Das Raubtier-Gen dominiert über meine menschlichen Züge. Silvana verliert sich hinter dem Sokraliziden, der in ihr steckt. Es gleitet aus meiner
Kontrolle und ich kann nicht das Geringste dagegen tun...", murmelte Silvana und bereute, daß sie in dieser Hinsicht so schrecklich schwach war. Sie kam sich im Moment so fürchterlich lächerlich vor.

"Und wann komme dabei ich ins Spiel? Was hat das Ganze nun mit mir zu tun?", fragte Marok und Silvana wurde heiß bei dem Gedanken.

"Du bist hier auf dem Schiff das starke und dominante Männchen." 'Ich kriege dich oder wir werden kämpfen', fügte sie in Gedanken hinzu. Es gefiel ihr nicht, daß bald nicht mehr sie über ihren Körper bestimmen würde. Trotzdem war sie froh, daß jetzt Marok an Bord war.

"Ich verstehe. Das heißt, wenn es soweit ist, schlafen wir entweder miteinander oder du wirst mich angreifen. Was wenn ich dich besiege? Ist das Verlangen dann wie bei den Vulkaniern gestillt?"

Marok sah sie an. Sie zögerte mit ihrer Antwort.

"Wie dem auch sei ... es gibt ein weiteres Problem. Wenn wir miteinander schlafen, dann besteht eine nicht geringe Chance das meine Phase beginnt." ... "Jeder Zaldianer hat in Abständen von drei bis vier Monaten eine Phase mit erhöhter Libido. Wie lange diese Phase andauert ist von Zaldianer zu Zaldianer unterschiedlich. Bei mir dauert sie in der Regel 2 Wochen."

Marok lächelte. "Wenn wir uns lieben, kann es sein, daß du mich für die nächsten 2 Wochen nicht los wirst." Er grinste.

"Ich finde, wir müssen den Captain unterrichten. Er sollte die Wahrheit erfahren. Aber vorher muß ich noch zwei Sachen wissen: Wenn ich dich besiege, ist dir dann geholfen? Denn wenn nicht, sehe ich den Sinn eines Kampfes nicht."

Das er gerne mit ihr schlafen würde, verschwieg er.

"Zweitens muß ich wissen, ob du mit meiner Phase klarkommen würdest. Ansonsten sehe ich nämlich nur die Möglichkeit, dich ständig zu bekämpfen und das will ich nicht." Während der letzten Worte strich er mit seiner rechten Hand durch ihre Haare und genoß das Gefühl sie zu berühren.

Silvana sprang entsetzt auf um Distanz zwischen sich und Marok zu bringen. Ihre Gedanken kreisten wie wild und sie fühlte erneut einen Schub dieser animalischen Energie in sich aufsteigen. Noch stärker, noch heißer. Es war falsch gewesen ihn hier in seinem Quartier aufzusuchen. Er trug schon längst nicht mehr seinen Kampfanzug und seine nackte muskulöse Brust ließ das Blut in ihren Ohren pochen.

'Er hat von einer Phase gesprochen... wenn er mich jetzt liebt, dann würde das bedeuten,.. die nächsten zwei Wochen.. Marok..' Sie schluckte und kämpfte gegen ein süßes Gefühl der Schwäche, daß sie zu befallen drohte und unaufhaltsam in Maroks Arme trieb. 'Marok weiß nicht worauf er sich da einließe.. die Raubtiergene.. ' Sie waren wie eine Phase ohne Ende...

"Ich weiß, es nicht... Ich weiß, es nicht... - Wahrscheinlich würde der Sieg über mich und die Entfernung, die wir bald wieder zu Shane erreichen den Sokraliziden in mir so schwächen, daß ich wieder die Kontrolle erlange. Ich denke schon... Ja... vielleicht...", stieß sie gequält hervor und das Rauschen in ihren Ohren wurde zu einem Trommelwirbel. Im Geist sah sie fremde Wesen des Nachts zu monotonen Trommelklängen um ein Lagerfeuer tanzen und hörte einen rhythmischen sinnesbetäubenden Gesang. Langsam schoben sich Traum und Wirklichkeit übereinander. - Shane war bereits ganz in der Nähe.

Irritiert schüttelte sie den Kopf um die Erscheinung abzuschütteln und bemerkte erst jetzt seinen starrenden Blick. Seine Augen schienen leuchtender und doch dunkler zu sein, als je zuvor. Begehrlich schien sich sein Blick in ihre Haut zu fressen. Sie folgte ihm und bemerkte, daß die Decke nicht mehr über ihrer Brust zusammengerafft war, sondern ihren Oberkörper bis zu ihrer Taille entblößte. Ihre Brüste hoben und senkten sich. Augenblicklich reagierte ihr Körper mit Bereitschaft...

.. und Silvana mit Panik. Verstört raffte sie die Decke wieder zusammen und lief einfach auf die Tür zu. Sie riß sie auf und stürmte auf den Gang.

--- Gang

'Es darf einfach nicht sein. Es darf einfach nicht sein', sagte sie sich immer wieder, während sie leichtfüßig ohne sich irgendwo aufzuhalten auf die Krankenstation lief. 'Er will nicht mich. Er will mir nur helfen. Das kann und will ich nicht zulassen.'

--- Krankenstation

Zum Glück war niemand außer dem MHN zu sehen, daß jedoch so damit beschäftigt war sich über sein Schicksal zu beklagen, daß es sie nicht weiter wahrnahm. Scheinbar widerwillig machte es die Krankenstation sauber.

Mit zitternden Händen konnte Silvana sich gerade noch einen Hypospray mit einer stark betäubenden Wirkung sprühen, bevor der nächste Schub ihren Körper erbeben ließ. 'Das sollte reichen um Zeit zu gewinnen', dachte sie erleichtert, doch sie konnte keine wesentliche Besserung feststellen.

Nur mit größter Mühe konnte sie noch einmal die Oberhand gewinnen. Sofort replizierte sie sich ihre Kleidung um nicht völlig nackt dazustehen, wenn es zu einem Kampf kommen würde und das würde es ohne Zweifel. Dann kleidete sie sich an und schlich zu ihrem Quartier zurück. Sie hatte eine Idee wie sie vielleicht die Zeit bis Drema III überbrücken konnte ohne Marok nahe zu treten.

Zum Glück konnte sie nirgends eine Spur von Marok entdecken. Eilig trat sie ein.

--- Silvanas Quartier

"Computer...", begann Silvana, um ihre Anweisung zu geben, daß der Computer ihre Tür auf keinen Fall vor Drema III öffnen dürfe und diese Anweisung mit einem Paßwort zu belegen, daß sie sich nicht im Traum hätte merken können, als sie endgültig die Kontrolle über sich verlor.

Sie fühlte ein seltsames Brennen und Prickeln auf ihrer Haut. Ihr Atem ging stoßweise. Alles an ihr fühlte sich als wollte es sich nach einem aufreibenden tagelangem Vorspiel in einem Feuerwerk der Lust entladen. Das unbeherrschte Feuer aus ihrem Innern nahm jetzt jeden Zentimeter ihres Körpers ein. Ihr einziges Ziel war.. Marok..

--- Maroks Quartier

Silvana klopfte laut und bestimmt an Maroks Tür. Dieser öffnete so rasch, als hätte er die ganze Zeit darauf gewartet, daß sie noch einmal zurückkommen würde. Doch sie war sich sicher, daß er nicht damit gerechnet hatte, was jetzt kam.

"Du kannst mich Silva nennen", sagte sie mit sinnlicher Stimme. Ungestüm und ohne es verhindern zu können, zog sie ihn in ihre Arme und preßte ihre Lippen hungernd auf die seinen, die ihren Überraschungsangriff nicht lange standhielten und nachgaben...

Marok dachte nicht lang nach. Er ließ sich umarmen und verlor sich in ihrem Kuß. Er hatte zu lang auf diesen Augenblick gewartet, er würde sie nicht mehr loslassen. Sie ließen kurz voneinander ab um dann noch leidenschaftlicher fortzufahren. Marok zog ihr Oberteil über den Kopf. Darunter war sie nackt. Marok schwelgte in ihrem Anblick. Silvana zog ihn wieder an sich und küßte seinen Hals. Unter Küssen rissen sie sich die restliche Kleidung vom Leib und ihre Hände begann den Körper des anderen zu berühren.

Silvana erschauerte, als seine starken Hände jeden Zentimeter ihrer Haut erforschten. Ihr Körper glühte geradezu unter seiner sanften und doch fordernden Berührung. Noch immer sträubte sich ein Teil in ihr gegen die zügellose Leidenschaft des Sokraliziden, doch diese Abwehr war schon lange nicht mehr so stark wie zuvor.

Marok wollte sie mehr, als er ihr eingestanden hatte. Sie fühlte, wie er nicht mal den Versuch unternahm seiner Phase zu widerstehen um mit ihr zu kämpfen, obwohl er wußte, daß sie nicht für ihre Taten verantwortlich war. Konnte er doch nicht mal gegen sich selbst kämpfen.

Ihre Finger krallten sich in seine Haut und hinterließen leichte Kratzer. Ihre Zunge glitt von seinem Hals bis zu seinem Ohr. Wohlig seufzend genoß sie den Geschmack seiner salzigen Haut auf ihren Lippen. Silvana keuchte unbeherrscht und rieb ihren heißen Leib an dem seinen. Sofort reagierte dieser auf eine Art und Weise, die nur bedeuten konnte, daß er die Süße ihres Leibes kennenlernen wollte. Und zwar jetzt.

Marok nahm sie hoch, wie eine Braut trug er sie zu seinem Bett und legte sie sanft hin. Silvana riß ihn an sich, nutzte seinen Schwung und rollte sich auf ihn. Dann hielt sie seine Arme über dem Kopf fest. Aber er leistete Widerstand. Ihre Augen trafen sich und es wurde mehr ein Duell des Willens, als der Kraft. Sie gewann. Dann küßten sie sich wieder. Lange taten sie nichts anderes.

Seine Küsse waren fordernd und sie erwiderte sie auf die gleiche Art und Weise. Während ihre Zungen immer das gleiche Spiel von Macht, Dominanz und Hingabe spielten, verlor Silvana jeden Begriff für Zeit und Raum. Scheinbar endlos entfachte er ein Feuer in ihr, daß zu löschen mehr als eine Nacht mit ihm brauchte. Viel, viel mehr.

Dann küßte er ihren Hals und sie stöhnte auf. Es war eine der besonders sensiblen Stellen ihres Körpers. Sie fühlte sich mit einem Mal mehr als bereit. Öffnete sich wie ein Kelch um ihn zu empfangen. Nach Jahren des Kampfes war sie plötzlich bereit sich ohne Kompromisse zu unterwerfen und zu ergeben, nur um in den Genuß seiner Stärke und Ausdauer zu kommen.

Sie fühlte wie sie wieder die Kontrolle über ihren Körper erlangte, trotzdem war es längst zu spät. Sie setzte sich auf ihn. Spürte seine Kraft dicht an ihrem Schoß. Mit wachsender Unruhe spürte sie, daß der Sokralizid ein Teil von ihr selbst war. Er war kein Eindringling, sondern ein erwünschter Gast, der nur das auslebte was sie zu gern verdrängte um kühle Stärke und Unnahbarkeit zu zeigen.

Seine Hände kneteten ihre Brüste und reizten die sensiblen Spitzen, die sich daraufhin erhärteten. Als seine Lippen sie in sich einsogen und seine Zähne sie das erste Mal berührten klickte in Silvana ein Schalter um und sie wußte, daß sie sich bei diesem Mann nie würde zurückhalten können. Aufreizend rieb sie ihre Weiblichkeit an seiner überwältigenden Männlichkeit. Ihre einladende Feuchte entlockte ihm ein erregtes Stöhnen.

Dann jedoch roch sie seine Erregung. Der Moschusduft war eindeutig. Silvana griff zwischen ihre und seine Beine und massierte ihn. Marok hielt das nicht lange aus. Er hatte keine Geduld. Mit einer Paktach (Ganzkörperrolle) brachte er Silvana unter sich. Er richtete sich auf und nahm ihr rechtes Bein hoch. Er küßte ihre Waden. Alles war mit Muskeln durchzogen und trotzdem hatte er noch nie eine weiblichere Frau getroffen. Er bewunderte ihre Schönheit, während er nur mit den Fingerspitzen die Häärchen auf ihrem Oberschenkel berührte. Dann drang er in sie ein.

Silvana bäumte sich auf und machte den halbherzigen Versuch sich zu befreien, doch er drückte sie erbarmungslos nieder und begann sich in ihr zu bewegen. Sie paßten auch in dieser Hinsicht zusammen, als wären sie für einander geschaffen. Eng umschloß sie seine Stärke und jeder Stoß stimulierte seine feinen Nerven bis zum Äußersten.

Marok ließ es langsam angehen. Er beobachtete sie. Ihre Brüste bewegten sich leicht.

'Bei Teksuun, sie ist so wunderschön.' dachte er.

Er beugte sich über sie und küßte sie erneut, während er das Tempo beschleunigte. Sein Gewicht preßte ihr die Luft aus den Lungen. Als er immer schneller wurde, beschleunigte ihr Atem. Dann auf einmal hörte er auf. Er grinste, als sie ihn fragend ansah und auf einmal war er blitzschnell mit dem Kopf zwischen ihren Beinen.

'Er kann nicht... er darf nicht...!!', gellte es in Silvanas Kopf.

Was jetzt geschah ging über Silvanas Fassungsvermögen. Sie spürte nur noch seinen Mund und das Kribbeln in ihrem Körper. Es war herrlich!

Noch nie in ihrem Leben hatte sie jemand das erlaubt mit ihr zu tun, was Marok sich da anmaßte und doch war sie nicht imstande einzugreifen und ihn daran zu hindern. Im Gegenteil bog sich ihr Schoß willig ihm entgegen. Lediglich ihre Finger krallten sich unbeherrscht in sein schwarzes Haar und zogen daran, bis er schmerzhaft aufstöhnte.

Wellen der Ekstase rollten über sie hinweg, als würde der Himmel über sie hereinstürzen und sie unter seiner Unendlichkeit lebendig begraben. Als sie fühlte, daß sie den Höhepunkt nicht noch länger hinauszögern konnte, stieß sie ihn bestimmt und hart von sich weg und nützte seine Verwunderung um wieder auf ihm zu liegen zu kommen.

Herz an Herz fühlten sie jeder den schnellen Puls des anderen und eine Erregung, die sie vorher noch nie gespürt hatten. Sie war intensiver, als sie je erlebt hatten und doch war sie noch nicht vorbei und stand ihnen der Gipfel noch bevor.

Silvana nahm ihn in sich auf. Umschloß ihn mit ihrer Hitze und Leidenschaft um ihn ein letztes Mal zu liebkosen. Ihr Becken bewegte sich langsam, wurde aber immer schneller, bis sie ihre Nägel in seine Brust krallten und sich ihre aufgestauten Emotionen in einem gigantischen Feuerwerk entluden.

Ihr wurde fast schwarz vor Augen, als sie gemeinsam mit ihm explodierte und den Höhepunkt erreichte. Ihr Oberkörper bog sich zurück ohne seine Männlichkeit jedoch freizulassen und ein Urlaut entrang sich ihrer Brust, der unmenschlich und zugleich animalisch klang. Er brach sich an den Wänden und war sicher in weitem Umkreis zu hören.

Es war die Stimme aller Seelen in ihrer Brust, die sich vereinigt hatten um den Sieg des Tieres über den Verstand und die Widerstandskraft des Menschen zu krönen.

Erschöpft sank Silvana auf Maroks Brust.

Marok streichelte noch ein wenig ihren verschwitzten, nackten Körper. Dann verlangte jedoch der anstrengende Tag seinen Tribut - er schlief ein.

Als er aufwachte, lag Silvana auf dem Bauch und schlief noch. Er beobachtete sie und fühlte eine Ruhe, die er sonst nur mit Meditation erreichte.

Aber die Pflicht rief. Narbo war trotz der "Wir sind quitt!" Worte vielleicht noch sauer auf ihn. Menschen zumindest hatten oft die Angewohnheit Streitigkeiten durch Lügen aus dem Weg zu gehen. Ob er ihn besuchen sollte? Aber vielleicht schlief er noch.

Er ging ins Bad und schloß die Tür.

"Dudras an Jean-Luc."

"Ja?"

"Bist du in der Lage Narbo eine Botschaft auszurichten."

"Ja."

"Gut, ich diktiere: Würde gerne ein Glas mit Ihnen trinken. Möchte meine Hintergründe erklären. Dudras."

"Das kann ich so nicht senden", erwiderte Jean-Luc.

"Wieso nicht?"

"Anrede und Gruß fehlen."

"Soll das ein Witz sein?"

"Nein."

"Senden Sie es. Ansonsten lasse ich Sie abschalten. Dudras Ende." Das ärgerte Marok doch erheblich. Was fiel dieser Blechkiste denn ein?

Er schüttelte diese negativen Gedanken ab und dachte wieder an Silvana. Er kehrte in seinen Wohn- und Schlafraum zurück. Dort lag sie.
Marok vergaß die Zeit. Er schaute sie an und hätte sich am liebsten auf sie gestürzt. Aber er traute sich nicht sie zu wecken. Sie sah so friedlich aus.

'Für einen Kämpfer bist du erstaunlich feige', dachte Marok und lächelte.

Dann legte er sich neben sie und atmete ihren Duft ein. Er fing auch an, leicht ihren Rücken zu streicheln. Irgendwann würde es wohl Zeit werden sich zum Dienst zu melden. Ein paar Minuten nur noch ...

--- Raum des Captains

Slade schreckte hoch und seine raubtierhaften Instinkte bewirkten, daß er schon mitten auf der Brücke stand, als er realisierte, was gerade passiert war.

--- Brücke

Was hatte die Stimme zu ihm gesagt? "Sir, befehlsgemäß alarmiere ich Sie. Folgendes ist passiert: Die Scanner registrieren einen Asteroiden 78 Grad Steuerbord, 64.5 Grad unterhalb der Privateer.

Blinzelnd murmelte Slade: "Auf den Schirm."

Der Schirm zeigte einen Felsbrocken. Es war ein Asteroid. Fels. Blinzel. Ja, Fels. Eindeutig. Ein Asteroid. "Und was ist mit diesem Asteroiden?"

"Nichts, Sir, er ist seit 8,23 Sekunden in Scanreichweite gekommen und wird unter der Annahme, daß sowohl wir als auch der Asteroid Kurs und Geschwindigkeit beibehalten, in 28,336 Sekunden die Scanreichweite wieder verlassen.

"Und warum hast du mich geweckt?" fragte er vor sich hinstarrend.

Jean antwortete, und Slade hatte das Gefühl, der Stolz in der Stimme des Automaten passe nicht ganz zu der Wichtigkeit seiner Entdeckung. "Sir, Sie wollten alarmiert werden, wenn irgendetwas passiert. Es ist etwas passiert, und ich habe Sie befehlsgemäß geweckt. "

"Dankeschön. Nächstens weckst du mich jede Sekunde, nur um mir zu sagen, daß sich die Uhrzeit geändert hat." Slade hatte gar nicht gemerkt, daß er laut gesprochen hatte.

Jean antwortete, und es hörte sich beinahe erfreut an:
"Selbstverständlich, Sir. Ich werde Sie von nun an jede Sekunde von der neuen Uhrzeit unterrichten, wenn Sie das wünschen. Es ist nun..."

Slade packte ihn am Hals und fühlte ein paar Kabelverbindungen unter seinem Druck nachgeben.

"Wenn du mich auch nur noch einmal grundlos weckst, wirst du so lange in meiner Kabine eingesperrt, bis sich kein Blutwein mehr auf dem Fußboden befindet. Und dem Replikator werde ich einen Dauerauftrag zur Blutweinerzeugung erteilen. Habe ich mich verständlich machen können?"

Jeans Kopf ruckte hin und her und antwortete: "Ja, Sir!"

Slade ging wieder schlafen.

--- Raum des Captains

Gerade, als er sich wieder legen wollte, kam die Mitteilung: "Sir, befehlsgemäß alarmiere ich Sie. Folgendes ist passiert: Ein Besatzungsmitglied hat einem anderen Besatzungsmitglied eine Nachricht hinterlassen."

Slade deaktivierte die Kommunikation und drehte sich zur Wand.

--- Maroks Quartier

Silvana erwachte von einer sanften Berührung ihres Rückens. Durch ihre reflexartigen Instinkte war sie gewöhnt schlagartig zu erwachen um Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Sie atmete aber ruhig weiter und brachte sich erst die Erinnerung der letzten Minuten - oder waren es Stunden? - ins Gedächtnis zurück.

Mit einem Mal wurde ihr klar was sie getan hatte. Sie hatte sich gehenlassen und war nicht eingeschritten, als es Zeit dafür war. Statt dessen hatte sie sich fallen gelassen und war der Ausstrahlung des Zaldianers erlegen. Dabei kannten sie sich eigentlich gar nicht. Sie hatten sich gesehen und es war passiert. Sie wußte nichts von ihm. Was dachte er nun von ihr?

Seine Hand war sanft und doch schien er mehr zu wollen. Viel mehr.

'Was willst du nur von mir?', fragte sich Silvana und spürte die süße Versuchung sich einfach umzudrehen und das Spiel von neuem zu beginnen. Kein Mann hatte es je verstanden sie so zu erregen und die Frau in ihr zum Erwachen zu bringen wie er und doch kamen ihr ernsthafte Bedenken.

Noch blieb ihr die Möglichkeit zu fliehen und es zu beenden, bevor es noch richtig angefangen hatte.

'Wohin soll das alles nur führen? Er hat gewußt, daß ich mich nicht kontrollieren kann und doch hat er nicht mal den Versuch unternommen es zu verhindern. Warum? Soll ein Mann wie er nicht mal stärker als sein eigenes Verlangen sein?' Ihr Herz klopfte schon wieder schneller. Seine Nähe brachte sie noch ganz um den Verstand.

Sie tat, als ob sie erwachte. Doch sie verhinderte dabei ihn anzusehen oder sich umzudrehen. Sie stand einfach auf und begann sich anzukleiden.

"Ich spüre, daß Shane hinter uns liegt. Der Anfall ist vorbei. Ich denke es ist besser, wenn ich zu Slade auf die Brücke gehe. Wahrscheinlich hat er mich schon vermißt", sagte sie und schloß die Schnalle über ihrer Brust. Ihre Finger zitterten verräterisch, doch ihre Stimme wirkte erstaunlich fest. Fester als sie nach diesem aufreibenden Erlebnis erwartet hatte.

Dann machte sie den Fehler ihm einen Blick zuzuwerfen und sie fühlte, daß alles ein Fehler war was auch immer sie machte. Sie hatten Sex gehabt, den besten Sex, den sie sich je vorstellen konnte und doch war es für sie mehr gewesen, bedeutend mehr, doch was war es für ihn gewesen? Ein Unfall in seiner Phase? Eine amüsante Abwechslung?

'Warum kann ich nicht in deine Augen sehen und mir eingestehen was ich fühle? Warum habe ich bloß solche Angst davor? Warum... muß es.. Liebe sein...?'

Der Captain meldete, daß sie frei hatten. Marok achtete nicht darauf.

"Der Anfall ist vorbei ... Mehr war es für dich also nicht." Maroks Stimme klang deutlich verletzt.

Er war es als Zaldianer nicht gewöhnt, seine Gefühle zu verbergen. Das hatte er nie gelernt. Manchmal schwieg er, weil er nicht wußte, ob es gut sein würde zu sprechen, aber nicht in diesem Fall.

"Glaubst du, für mich ist meine Phase Routine? Das ich mir irgendein 'Weibchen' schnappe, meinen Spaß habe und danach sage: 'Du wußtest ja, Baby, Phase ... nix Persönliches ... danke, daß du deinen Körper zur Verfügung gestellt hast." Marok war jetzt den Tränen nahe.

"Es gibt Frauen, die mir klipp und klar sagen, daß sie nur Spaß haben wollen, aber eine feste Bindung ablehnen. Ich habe das auch schon so gemacht. Aber ich habe es vorher abgeklärt."

"Ich fand diese Nacht wunderschön. Ich habe seit langem das Gefühl, daß mein Leben wieder einen Sinn macht, daß ich jemanden gefunden habe, der mich nicht belügt und bei dem ich mich fallen lassen kann und ich selbst sein kann. Für mich war das Erlebnis die Vollendung einer wunderschönen Anziehungskraft." ... "Und für dich war dasselbe Erlebnis ein Anfall. Am besten es passiert nie wieder?" Er sah sie anklagend an.

"Wenn du weglaufen willst, bitte ... ich kann dich nicht daran hindern, aber für mich war das mehr als ein Ausrutscher, eine Abreaktion von Trieben." .. "Ich möchte bei dir sein und dich berühren. Ich ..."

Maroks Stimme versagte. Ihm liefen die Tränen übers Gesicht.

Sie hatte nur aufgrund ihrer Hormone gehandelt. Aber sie hatte es ja auch deutlich gesagt, daß es nur mit Shane zu tun hatte. Warum war er denn jetzt verletzt?

Er sah die wunderschöne Silvana an und weinte.

Silvanas Hände ballten sich zu Fäusten und ihre Fingernägel krallten sich tief und schmerzhaft in ihr Fleisch. Der Anblick von Marok, der in sich zusammengesunken dasaß, schmerzte sie tiefer in der Seele, als jeder andere es je gekonnt hätte. Ihn weinen zu sehen, war wie die Klinge des Feindes in ihrer Brust zu spüren. Ein starker Mann, der weinen konnte... Hätte sie bis jetzt noch daran gezweifelt ihn zu lieben, dann war sie sich dessen jetzt absolut sicher.

Sie mußte sich zusammenreißen um nicht der Versuchung zu erliegen sich bei ihm zu entschuldigen, was der Zaldianer noch weniger ertragen hätte. So stand sie nur da, unfähig ihre Worte und ihr Mißtrauen ungeschehen zu machen.

"Ich... ich...", stammelte sie unbeholfen. Sie rang verzweifelt nach Worten, doch ihr fielen einfach nicht die richtigen ein.

Was er ihr gerade eingestanden hatte, waren stärkere Gefühle, als sie je in ihm vermutet hätte. Und diese Gefühle galten ganz allein ihr. Er hatte nicht von Liebe gesprochen, doch sie bedeutete ihm viel mehr, als sie gehofft hatte. Es war zwar in seiner Phase geschehen, doch er hatte es bewußt gewollt. Ebenso gewollt wie sie. Und es hatte ihm ebenso viel bedeutet wie ihr.

Die magnetische Anziehungskraft zwischen ihnen war ihm nicht entgangen. Er hatte sie ebenso gespürt wie sie. Sie war etwas Einmaliges. Silvana hatte nicht das Recht ihn zu verletzen nicht nach dem was er für sie empfand und was er ihr vor kurzem gegeben hatte, als sie bebend vor Leidenschaft seine Liebe empfangen hatte. Das Gefühl eine Frau zu sein und nicht nur ein gentechnisches Produkt aus dem Reagenzglas oder ein Wesen vor dessen Unberechenbarkeit man sich in Acht nehmen mußte.

Marok sah als einziger den Menschen in ihr. Bisher sahen alle das Tier in ihr oder die barbarische Kämpferin, die keine Angst vor dem Tod kannte und kamen ihr deshalb nie nah. Sie führte ein Leben auf der Flucht vor ihrem eigenen Ich und heute stellte sie sich ihm.

Langsam trat sie zu ihm hin. Fragend hob er den Kopf und sah sie einfach nur an. Er hatte gesagt was zu sagen war und würde ihre Entscheidung akzeptieren. Erneut spiegelte sie sich in seinen hellgrauen Augen, die in ihrer Traurigkeit noch bestechender wirkten, als sonst. Sie hatte nie einen so starken Mann kennengelernt, der auch die innere Stärke besaß Gefühle zu zeigen.

'Ich liebe dich. Ich liebe dich, seit ich dich das erste Mal kämpfen sah. Noch nie zuvor war dieses Gefühl in mir, doch ich werde es dir nicht sagen, weil ich dich nicht verletzten möchte. Dich nicht.'

Sie atmete noch einmal tief durch, wollte ihm sagen, daß der Anfall längst vorüber gewesen war, ehe sie bis zum Äußersten gingen und sie dabei volle Kontrolle gehabt hatte. Wollte ihm sagen, daß sie ihn belogen hatte um sich selbst zu schützen, da stieg ihr sein unverkennbarer Geruch in die Nase. Gedankenverloren schloß sie die Augen und atmete ihn ein. Sie vergaß alles um sich herum.

Und im selben Moment wo ihr letztes Kleidungsstück fiel, fanden sich ihre beiden nackten Körper zu einer sinnlichen Umarmung. Silvanas Körper sprach eine Sprache ohne Höflichkeit und ohne Lügen, die einzige Sprache mit der sie ihm ihre Liebe eingestehen würde.

--- Maroks Quartier

Beide liebten sich noch einmal ausführlich; zärtlich, stürmisch und in mehr Variationen als beim ersten Mal. Als beide erschöpft und glücklich waren, massierte Marok sie nach einer kurzen Verschnaufpause. So konnte sie sich ausruhen. Danach tat sie das gleiche für ihn. Eine Stunde später waren beide frisch und ausgeruht, wobei Maroks Phase jetzt jede Faser seines Körpers verzehrte. Seine Hormone kochten. Am liebsten hätte er noch einmal mit Silvana geschlafen. Statt dessen küßte er sie leidenschaftlich.

"Ich möchte, das wir so lange wie möglich zusammen bleiben", sagte Marok.

"Das will ich auch", antwortete Silvana.

"Laß uns trainieren gehen." Marok grinste sie an.

Silvana nickte.

--- Trainingsraum

Im Trainingsraum angekommen, machten beide sich ein bißchen warm. Danach kamen ein paar Stretchübungen. Marok sah, daß sie sehr gelenkig war. Vielleicht würde er davon noch außerhalb des Sportraums profitieren.

'Nein, nicht an Sex denken, das macht alles noch schlimmer.' Seine Erektion schmerzte ihn. Aber daran war er während seiner Phase gewöhnt.

Er ging zum Replikator und replizierte Handschuhe, Kopfschutz und Bremser für die Füße. Sie waren aus einem Material, das kinetische Energie nahezu absorbierte. Man spürte die Schläge des anderen zwar, aber wirklich verletzen konnte man sich nicht.

Nachdem beide ihre Bremser angezogen hatten, sahen sie sich an. Silvana kam auf ihn zu und küßte ihn. "Ich bin froh, daß es dich gibt. Ich fühle mich sehr wohl in deiner Nähe", sagte sie.

"Ich möchte nirgendwo sonst sein", erwiderte Marok. Dann wechselte er das Thema. "Laß uns mit einer Kata anfangen. Ich gebe vor, du folgst."

[Kata = Eine Kata ist ein Kampf gegen einen imaginären Gegner. Meistens führen drei Personen die Kata durch, die sich alle synchron bewegen müssen.]

"Nein, ich gebe vor und du folgst."

"Auch gut."

Silvana bezog Kampfhaltung. Marok tat es ihr nach. Sie führte imaginäre Schläge aus, die jeder Karateka konnte. Da sie halbwegs langsam vorging, hatte Marok keine Schwierigkeiten ihr synchron zu folgen. Dann wurde sie schneller und ihre Attacken schwieriger. Marok hinkte hinterher. Dann sprang Silvana in die Luft, drehte sich (parallel zum Boden) zweimal um die eigene Achse und landete auf ihren Händen und den Füßen in der Liege-Stütz-Position. Marok tat es ihr nach. Er war sehr beeindruckt.

Als sie aufgestanden waren, lächelten beide.

"Du bist sehr gut", sagte Silvana.

"Du auch", antwortete Marok. Blitzschnell schlug er zu. Silvana hatte mit dem Schlag nicht gerechnet. Sie spürte den Schlag dumpf an ihrem Bauch.

'Diese Bremser sind wirklich klasse.' dachte sie.

Dann begann der Kampf. Silvana führte einen geraden Schlag auf Maroks Kopf aus. Er wich mühelos aus, zog an ihrem und warf sie über die Hüfte auf den Boden. Das Raubtier in ihr schaltete einen Gang höher.

Bald stellte sich heraus, das beide sich ebenbürtig waren. Jeder wurde vom anderen getroffen. Silvana ließ irgendwann nur noch ihre Instinkte reagieren. Das war ein Fehler. Nach einem Schlagabtausch, Block und Gegenblock, schlug sie mit dem Ellbogen zu. Marok schrie laut auf, fiel zu Boden und krümmte sich.

"Dafür wärst du beim Giban disqualifiziert worden ... für immer."

"Oh, tut mir leid", sagte sie unwillkürlich.

Marok lächelte. "Nicht schlimm. Wahrscheinlich ist nur eine Rippe gebrochen."

"Silvana an David. Doktor, kommen Sie sofort, zum Sportraum. Marok hat sich eine Rippe gebrochen. Silvana Ende."

"Ich hab' mir eine Rippe gebrochen ... Du hast mir eine Rippe gebrochen!"

"Ja, das wird der Doktor schon nicht so genau nehmen", sagte sie. "Tut es sehr weh?"

"Geht schon."

--- Telaras Quartier

Als Telara erwachte, hörte sie noch immer Cassandras gleichmäßige Atemzüge neben sich. Vorsichtig, um sie nicht zu wecken, schlich sie ins Bad und duschte noch einmal ausgiebig. Irgendwie kam ihr alles an diesem Schiff schmutzig vor und sie sich ebenfalls. In dem Bett ihres Quartiers mußten schon unzählige andere geschlafen haben.

Danach kleidete sie sich an und befahl dem Computer, sie über den Comkanal zu verständigen, falls Cassandra erwachte. Diese brauchte immer sehr viel Schlaf und würde noch sicher zwei Stunden weiter schlafen.

'Trotzdem gehe ich lieber auf Nummer sicher, nicht das Cassandra sich wieder auf den Weg zur Brücke macht und ihr diese verrückte Katze wieder die Kleidung in Fetzen reißt.' Erleichtert verließ sie leise ihr Quartier und schloß die Tür hinter sich.

--- Gang

Sie überlegte, was sie bis zu ihrer Ankunft auf dem Planeten unternehmen sollte. David hatte ihr gesagt, daß es sich um Drema III handelte und sich dort ein Stützpunkt der Maquis befand. Dort würden David, Cassandra und sie das Schiff verlassen. David war überzeugt davon, daß die Maquis einen guten Arzt in ihrer Mitte brauchen konnte.

Also brauchte sie sich eigentlich gar nicht mehr darum bemühen, daß das Schiff weiter als bis dorthin flog und das es das tat, dafür hatte sie schon gesorgt. Sie war gerne Technikerin, weil sie Spaß daran hatte, durch das Herz des Schiffs zu klettern und es wieder zum Schlagen zu bringen, aber nicht bei diesem Blechhaufen. Hier war sie dafür, ihm den letzten Segen zu erteilen und es dann in Frieden ruhen zu lassen. So bestimmte sie, daß für sie jetzt Feierabend war.

Da fiel ihr ein, daß das letzte Vernünftige, daß sie getan hatte, war in der Bar "Zur grünen Wand" zu sitzen, einen zu trinken und salzige Nüsse dabei zu essen. Wie hatte sie nur je von dort weggehen können? Sie erinnerte sich in dieser Hinsicht auch an den Ferengi, der nun Teil der Besatzung war und dessen Vorrat an saurianischem Brandy ihr schon jede Menge Schweiß abverlangt hatte. Es war nur gerecht, wenn etwas davon in ihrem Magen landete.

"Ich denke, ich sollte ihm mal einen Besuch abstatten", sagte sie zu sich selbst und erkundigte sich beim Computer über seinen derzeitigen Aufenthaltsort.

--- Dusche / Narbos Bar

Eine halbe Stunde später war die Rippe geheilt. Marok und Silvana duschten zusammen und gingen danach zu Narbo in die Bar.

"Dann erklär mir mal, was das Giban ist." forderte ihn Silvana auf.

--- Offizierscasino

Telara hörte schon das laute Schnarchen des Ferengi, als sie vor der geschlossenen Tür stand, doch hier drinnen war es einfach grauenhaft. Aber daß er schlief, paßte ihr sehr gut ins Konzept, gab es ihr doch die Möglichkeit, ihm seinen Streich mit gleicher Münze heimzuzahlen. Sie konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie erfreut er darüber ausgesehen hatte, als er sie im Maschinenraum erschreckt hatte.

Zwar gab es nichts, an dem er sich eine Beule holen konnte, doch dafür schlief er sehr gut.

"Kriegt man hier auch was zu trinken, oder brauchst du erst eine Lizenz, bevor du Ale ausschenken darfst?", fragte sie ihn lautstark.

--- zur selben Zeit, Irgendwo

Irgendwann würde ihn seine Neugier umbringen. Da war er ganz sicher.

Trotzdem - die Neugier war wie ein kleines Tier, daß ihn ständig kitzelte und nagte und biß. Was waren das für Leute? Sie sahen anders aus als die Hektischen, waren mal bedeutend größer und mal bedeutend kleiner.

Es waren auch wesentlich weniger. Bisher hatte er auch nur zwei gesehen. Der Große war an ihm vorbeigestapft, indem er ihn komplett ignorierte. Aber der andere, etwas kleinere, machte ihm Angst. Sein Versteck hatte er kaum verlassen, aber dieser Haarlose hatte sich direkt auf ihn gestürzt.

Ganz sicher wollte er ihn töten.

Warum war er sonst hinter ihm her?

Er hatte es gerade noch geschafft, ihm zu entkommen.

Nein, es war sicher besser, wenn er sich aus der Reichweite dieses Wesens fernhielt.

Wenn nur diese Neugier nicht gewesen wäre.

Durch einen Lüftungsschacht beobachtete er das Wesen. Scheinbar war es eingeschlafen, und so konnte er es in aller Ruhe beobachten. Es schnarchte laut, aber das war sicher eine Falle. Jemand, der dermaßen spitze Zähne hatte, war ein Jäger. So einer legte sich nicht so einfach schlafen, wenn er wußte, daß er nicht alleine war.

Nein, es war ganz sicher eine Falle.

Ganz sicher.

Langsam und absolut lautlos schob er sich aus dem Lüftungsschacht.

Schritte!

So schnell und so leise er konnte, schob er sich zurück in die Dunkelheit. Die Tür öffnete und eine typische Hastige betrat den Raum. Mit entblößten Zähnen ging sie auf den Jäger zu. Würde sie ihn töten? Er hielt den Atem an.

Plötzlich erklang ihre Stimme. Sie war LAUT! Er zuckte zusammen und schlug sich den Kopf an der Decke an. Er krümmte sich und war bemüht, keinen Schmerzensschrei von sich zu geben.

Als er wieder in den Raum schaute, sah er, daß keiner ihn bemerkt hatte, weil der Jäger mit den gigantischen Ohren genau wie er vor Schreck aufgesprungen war.

Langsam und lautlos kroch er zurück.

Verblüfft hatte der Ferengi die Augen geöffnet, als Telara vor ihm stand. 'Hmmm, das soll wohl eine billige Retourkutsche sein!', fluchte er innerlich, sagte aber nichts gemeines, da ihm vor Schreck nichts Angemessenes eingefallen wäre.

Statt dessen antwortete er auf ihre Frage: "Ale gibt's nicht, aber ich habe lauwarmen Brandy!" Mit einem Schwung stand er auf den Beinen und fühlte noch den Schlaf in ihnen. Während er hinter die Theke ging, streckte er sich ein wenig und kramte dann ein etwas verstaubtes Glas hervor.

--- Lagerraum

Als er den Lagerraum betrat, mußte er sich kurz orientieren, wo der Computer die Behälter angeordnet hatte. Vernünftigerweise standen sie platzsparend in einer Nische und die temperaturregulierende Schutzhülle glänzte leicht im Licht. An einigen Stellen fehlte diese Beschichtung, weshalb manche Flaschen auch recht warm sein würden.

Der oberste Behälter ließ sich mit dem Code öffnen, den Narbo eingab, und nachdem der Ferengi ein bißchen gekramt hatte, fand er auch eine relativ kühle Flasche.

--- Bar

Aus der Kammer zurückgekehrt sah er sofort, daß sich auch noch Marok und Silvana hierher begeben hatten. 'Das läuft ja super! Ich habe noch nicht offiziell geöffnet und schon sind Kunden da!', freute er sich, überlegte aber dann, woher sie das wiesen konnten. Scheinbar hatte nicht nur er gute Ohren.

Die beiden Neuankömmlinge guckten kurz zu ihm auf, vertieften sich aber sofort wieder in ihr Gespräch, in dem es um irgendwelche Turniere ging, aber Narbo hatte auch nur mit einem Ohr zugehört.

Er ging hinter die Bar, holte drei weitere Gläser hervor und schenkte in alle ein. Der Brandy war gut zu riechen und öffnete jedem schon auf 2 Meter Entfernung die Nebenhöhlen; vorausgesetzt die Spezies, zu der man gehörte, besaß Nebenhöhlen.

Schließlich räusperte er sich leicht und sagte dann lauter: "Es ist schön, daß wir uns hier zur Einweihung dieser Bar eingefunden haben. Als Zeichen meiner Wertschätzung wird der erste Drink aufs Haus gehen..." Er verteilte die Gläser an alle anwesenden und wollte gerade seine, keineswegs ernstgemeinte, Rede fortsetzen, als er sah, daß der Zaldianer mißbilligend guckte. Scheinbar hielt er nicht viel von der Unterbrechung seines Gesprächs und so fügte Narbo nur noch hinzu: "Die Bar ist eröffnet!"

Während alle ihre Gläser in die Hand nahmen, dachte Narbo an die 57. Erwerbsregel: 'Gute Kunden sind fast so rar wie Latinum; ehre sie!'

--- Irgendwo

Ein hungriges Rudel Cherkas hatte sich um ihn gescharrt. Sie hatten ihn gejagt, ihn in einen Hinterhalt gelockt, und nun fielen sie über ihn her. Ihr Mäuler öffneten sich, und der bittere Geruch ungezügelter Wildheit brach über ihn herein.

Aus den Kehlen drang der heisere Kampfschrei, von dem nur sehr wenige berichten konnten, weil kaum jemand das anschließende Festmahl überlebte: "Jrchcheahhhhhn..."

--- Raum des Captains

"...an Captain. Befehlsgemäß alarmiere ich Sie."

Slade grummelte und drehte sich noch halb im Schlaf um.

"...ein Föderationsschiff der Sovereign-Klasse,..."

--- Brücke

Noch bevor das letzte Wort verklungen war, stand Slade auf der Brücke und schaute panisch auf die Anzeigen - auf den Bildschirm.

Nichts zu sehen.

Jean fuhr ungerührt fort: "...die USS Freedom, hat einen Notruf gesendet."

Slade beruhigte sich ein wenig und murmelte schlaftrunken. "Wie weit ist das Schiff entfernt?"

Jean antwortete: "Das Schiff ist 38 Lichtjahre entfernt, Sir. Mit unserer momentanen Maximalgeschwindigkeit, Warp 5.0 brauchen wir 64 Tage, 21 Stunden und 20 Minuten, gerechnet nach galaktischer Standardzeit, Sir."

Slade war sich nicht ganz sicher, ob er lachen oder weinen sollte. Sicherheitshalber fragte er noch einmal nach: "Das bedeutet, wir haben keine Chance, dem Schiff zu helfen?"

"Korrekt, Sir. Zudem die USS Honor den Empfang bereits bestätigt hat und in zwei Stunden an der Unglücksstelle eintreffen wird."

Slade wurde langsam wach. "Sagte ich nicht, daß du mich nur wecken sollst wenn etwas WICHTIGES passiert?" Bei dem Wort 'wichtiges' hob er ein klein wenig die Lautstärke seiner Stimme an.

Jean antwortete: "Sir, dieser Notruf besagt, daß das Schiff seinen Warpkern abgestoßen hat, welcher daraufhin explodiert ist. Dies ist für das betreffende Schiff durchaus wichtig, Sir. Die Entscheidung, Sie zu alarmieren war durchaus korrekt, Sir."

Slade wollte gerade zu einer heftigen Erwiderung ansetzen, als ihm die momentane Zeit ins Auge sprang. Offenbar standen sie kurz davor, in den Einzugsbereich des Drema-Systems zu fliegen. Schnell alarmierte er seine Pilotin:

"Slade an Raschkralle. Wir nähern uns Drema. Wäre gut, wenn du dich hier mal sehen lassen könntest. Slade Ende.

Slade an alle. Wir nähern uns Drema. Ich hoffe ja, daß wir unangefochten landen können, bin mir aber nicht ganz sicher."

Er sendete den kodierten Funkspruch, welcher die Ankunft der Privateer meldete. Direkt darauf erhielt er die in gleicher Weise kodierte Bestätigung, welche die Meldung beinhaltete, daß der Raum sauber wäre.

'Hoffentlich stimmt das auch', dachte sich Slade, als er nachdenklich in seinem Sessel saß.

--- Bar

Silvana ließ das angenehm kühle Naß ihre Kehle runterlaufen. Insgeheim hatte sie schon befürchtet, daß der Ferengi ihnen einen besonders warmen Brandy servierte, wenn er ihn ihnen schon gratis ausschenkte. Zum Glück war dies nicht so und er bemühte sich wirklich seine Bar von Anbeginn an ordentlich zu führen. Sie beschloß öfter hierher zu kommen um ihre Gedanken in Alkohol zu ertränken.

Sie trank den Brandy in einem Zug aus, obwohl ihr schien, als würde er Löcher in ihre Magenschleimhaut brennen. Aber irgendwie hatte sie das gebraucht. Marok ging ihr ziemlich unter die Haut und sie hatte noch immer das Gefühl, daß alles zu schnell zwischen ihnen gegangen war. Trotz der wundervoll aufregenden Momente in seinen Armen, der unbezwingbaren Leidenschaft und des tollen Training vorhin, bei dem sie richtig aufgeblüht war.

Marok war ein großartiger Trainingspartner und er beherrschte seinen Körper zumindest ebenso gut wie sie. Jeder einzelne seiner Muskeln war durchtrainiert und in Höchstform. Doch vor allem hatte er keine Probleme damit, dabei auch mal von ihr schwerer verletzt zu werden. Er steckte das einfach weg. Sie hatte große Mühe ihre Reflexe in Zaum zu halten, wenn sie im Kampf in Bedrängnis kam und meist reagierte sie nur instinktmäßig wie eine Raubkatze.

Eigentlich müßte ihr Leben jetzt perfekt sein.

Aber irgendwie fehlte ihr trotzdem was.

Seufzend stierte sie in ihr leeres Glas und suchte nach einer Antwort. Dabei fiel ihr noch etwas ein, was sie seit ihrer ungewollten Ankunft an Bord vergessen hatte. Sie betätigte ihren Kommunikator: "Silvana an Jean-Luc. Kümmere dich bitte umgehend darum, daß meine alte Kleidung nicht reintegriert, sondern in mein Quartier gebracht wird..." Dann erklärte sie ihm noch wo es lag und beendete das sehr einseitige Gespräch.

Marok fiel auf, daß Silvana ziemlich ruhig geworden war, seit sie in der Bar saßen. Scheinbar hing sie ihren Gedanken nach. Zu gerne hätte er gewußt, was sich jetzt hinter ihrer Stirne abspielte, aber noch zögerte er, sie darauf anzusprechen. Vielleicht erzählte sie es ihm ja von selbst.

Der Ferengi kam an ihrem Tisch vorbei und rieb sich geflissentlich die Hände.

"Kann ich sonst noch etwas für euch tun?"

Normalerweise hätte sie jetzt eine spitze Bemerkung auf der Zunge gehabt, doch im Moment war ihr einfach nicht danach. Im Gegenteil war sie viel zu weich für jemand, der gerade deswegen ein perfekter Kämpfer war, weil er insgeheim den Tod suchte.

"Nein, danke. Aber danke für den Gratisdrink. Du wirst sicher noch eine Menge an mir verdienen, dafür garantier ich dir..."

Narbo sah sie ziemlich verwundert an. Anscheinend kannte er ihre sanfte Seite noch gar nicht und wollte nicht glauben, daß es sich um die Frau handelte, die ihn im Shuttle am Liebsten getötet hätte. Dann zuckte er jedoch mit den Schultern und wendete sich wieder seiner Bar zu, die scheinbar bald offiziell eröffnen würde.

In diesem Moment erreichte sie alle ein Rundspruch des Captains: "Slade an alle. Wir nähern uns Drema. Ich hoffe ja, daß wir unangefochten landen können, bin mir aber nicht ganz sicher."

"Das sind ja schöne Aussichten", meldete sich Telara zu Wort, die bisher nichts anderes getan hatte, als das eigenartige Paar zu begutachten, das in so einträchtiger Harmonie zusammen saß. Scheinbar fand sie es ziemlich geschmacklos wie gut sich die beiden nach so kurzer Zeit verstanden. Besonders nach dem entgleisten Auftritt des
Zaldianers, den sicher die wenigsten verstanden hatten.

Ein Wort kreiste plötzlich in Silvanas Kopf. Karla...

--- Quartier von Raschkralle

Raschkralle zuckte mit der für Katzen typischen Geschwindigkeit aus dem Schlaf hoch, sie war sofort wach. Sie waren also schon im Drema-System, gut, ihr wäre es eh bald langweilig geworden. Sie nahm der Kürze halber eine Schalldusche um sich zu reinigen und ging dann sofort auf die Brücke.

--- Brücke

Slade nickte ihr zu und sie ging ohne Umschweife zu ihrer Station. Während sie ihre augenblickliche Situation einsah und ihren Kurs soweit erforderlich korrigierte putzte sie sich mit ihrer Zunge ihr Fell glatt, diese Schallduschen waren einfach nicht sauber genug ......

"Werden wir ein Shuttle hinunterschicken oder beamen?", fragte sie den Captain. Während sie auf die Antwort wartete scannte sie die Umgebung passiv, sie entdeckte jedoch glücklicherweise kein Starfleetschiff. Daraufhin führte sie einen genaueren, aktiven Scan durch und fand bei einem der äußeren Planeten dieses Systems einen Asteroidengürtel mit hohem Metallanteil. Dort könnten sie sich gut verstecken, so daß selbst ein Fernscan der Föderation nichts entdecken würde.

"Slade, ich würde vorschlagen wir verstecken uns in diesem metallreichen Asteroidengürtel dort ...", sie legte diesen auf seinen Schirm, ".... und fliegen den Planeten nur jeweils kurz zum ent- und beladen an. Dadurch ist
die Gefahr einer Entdeckung geringer."

Slade überlegte nicht lange. Das, was Raschkralle da vorschlug, war eine sehr gute Idee, zumal man sich auf Narbos Shuttle wirklich verlassen konnte, da es nicht zur Ausstattung des Schiffes gehört hatte.

Deshalb erwiderte er: "Guter Vorschlag. Ich hoffe nur, daß sich nicht schon ein Föderationsschiff in diesem Gürtel befindet. Nimm Kurs auf den Asteroidengürtel und beziehe dort Stellung - vorausgesetzt, du traust den Scannern."

--- Bar, Theke

Slades Meldung hatte ihre kleine Feier unterbrochen. 'Und wahrscheinlich mindestens einen vor einem Delirium bewahrt!', grinste Narbo. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, daß ein Kunde sich zu Tode soff. Das war natürlich ärgerlich, da es einen großen Wirbel auslöste und zweitens ein toter Kunde ein schlechter Kunde war.

Während sich scheinbar alle fragten, wie jetzt zu verfahren sei, war Narbo schon wieder hinter der Theke verschwunden und holte ein PADD hervor.

'Es wird langsam Zeit eine Preisliste zu erstellen. Sonst denken die womöglich, daß alles umsonst ist!', überlegte der Ferengi, wobei der letzte Gedanke ihm Angst machte. Flink tippte er so die Preise für rund zwei Dutzend Drinks und Cocktails ein. 'Ich hoffe auf Drema kann ich Getränke kaufen, sonst sitzen wir bald auf dem Trockenen!', grübelte er, während er sich den Lagerraum nebenan in Erinnerung rief.

Zur Zeit gab es nur Brandy und dieser würde der Crew bald nicht mehr schmecken. Mit Ekel überlegte Narbo, wie es wäre, nur noch Brandy zu trinken. Und so setzte er den Brandy-Preis runter. Das gab zwar weniger Profit, aber wenigstens vergammelte er nicht langsam im Lager und wurde so nicht ganz wertlos.

Als er die Preisliste noch zweimal gelesen, durchkalkuliert und geändert hatte, nahm er sich vor, eine Tafel mit den Angaben zu replizieren. Leider konnte er die Bar nicht verlassen, da dieser Mob sonst seine Vorräte in Minuten verbraucht hätte.

'Manche Leute kennen eben kein Limit.', resümierte er und schenkte sich selbst noch ein Glas ein. 'Auf die Privateer!', sprach er einen innerlichen Toast aus und kippte den Inhalt in einem Zug runter.

Telara wandte ihren Blick von dem eigenartigen Paar ab und dem Ferengi zu. Sie mochte ihn nicht besonders, doch er verstand sein Handwerk. Eine Bar führte er gut und sein Geschäftssinn war wohl auch nicht der Schlechteste.

Nachdenklich schwenkte sie die goldgelbe Flüssigkeit in ihrem Glas. David war ziemlich begeistert von dem Gedanken gewesen auf einem Maquis-Stützpunkt zu landen und dort seine Arbeit als Arzt wieder aufzunehmen, jedenfalls als sie über den Kommunikator mit ihm gesprochen hatte. Sie wußte nicht, was sie davon halten sollte, da sie dazu zu wenig über diese Leute wußte. Wer waren sie?

"Sag mal Narbo", begann sie das Gespräch und kippte den Rest der Flüssigkeit in einem Satz hinunter. "... könnte ich noch einen Brandy bekommen. Selbstverständlich bezahle ich ihn dir", fügte sie hinzu, als er sie fragend musterte. Sofort breitete sich ein Grinsen über sein Gesicht aus und machte er sich geflissentlich daran ihr erneut ein Glas einzuschenken.

"163. Erwerbsregel: Ein durstiger Kunde ist gut für den Profit; ein betrunkener nicht ", zitierte Narbo frei aus dem Kopf und dachte dabei daran, daß das immerhin seine erste Einnahme in der Bar sein würde. Telara sah ihn darauf schief an. Er bleckte grinsend seine spitzen Zähne. "Also bist du gut für den Profit", fügte er hinzu um ihr nicht den Eindruck zu vermitteln mit ihrem Alkoholgenuß schon aufhören zu müssen. "Ich hoffe, du kommst öfter hier in die Bar."

"Nein", sagte sie unvermittelt ohne ihn über den Hintergrund aufzuklären. "Hattest du schon mal mit den Maquis zu tun? Was weißt du über sie?", fragte Telara ohne Umschweife um sich die nötigen Informationen nicht über den ausgedienten Bordcomputer holen zu müssen, von denen sie annahm, daß sie ohnehin ohne Gewähr waren.

Telaras plötzliches Interesse an diesem Haufen von patriotischen Trotteln verwunderte Narbo. Brachte sie ihn vielleicht irgendwie in Verbindung mit dem Maquis? Woher wußte sie davon?

Zögerlich antwortete er: "So viel ich weiß, ist der Maquis eine Partisanenorganisation deren Ziel es ist, ihre Heimatwelten, die durch einen Vertrag dem Cardassianische Imperium zugesprochen wurden, zu verteidigen. Sie setzen sich hauptsächlich aus Koloniebewohnern und Sternenflottenoffizieren, die desertiert sind, zusammen. Während des Dominion-Krieges wurden sie beinahe vernichtet, was seit dem Kriegsende passiert ist, weiß keiner genau."

Mehr wollte Narbo ihr nicht über den Maquis offenbaren, da er nicht genau einschätzen konnte, ob sie wirklich etwas über seine Vergangenheit wußte. Und wenn nicht, wollte er ihr auch keinen Hinweis geben.

Nachdenklich dachte er an die Zeit, als er den einen oder anderen Auftrag für den Maquis erfüllt hatte. Diese Aufträge waren wohl mit die schwierigsten aber auch gefährlichsten gewesen, die er je durchgeführt hatte. Wohl auch, weil seine "Arbeitsweise" sich so sehr von der ihren unterschied.

Als er bemerkte, daß der Trill in sein in Gedanken verlorenes Gesicht starrte, griff er sich die Flasche und verschwand schnell. Niemand sollte es wissen...

Nachdenklich starrte Telara dem Ferengi nach. Er benahm sich recht eigenartig für jemand von dem man nur eine Auskunft wollte. Sie hegte insgeheim die Vermutung, daß er viel mehr über die Maquis wußte, als er zugeben wollte. Wahrscheinlich hatte er auch zwielichtige Geschäfte mit ihnen durchgeführt und sie vielleicht sogar übers Ohr geschlagen.

Ärgerlich kniff sie ihre Lippen zu schmalen Strichen zusammen. Wenn solche Leute mit den Maquis zusammenarbeiteten konnte sie sich ja auf einiges gefaßt machen.

'Warum bin ich nicht auf Trill geblieben? Besser dort ohne Arbeit zu sein, als mit meiner Ausbildung im Nirgendwo zu laden.'

--- Bar, inzwischen am hinteren Tisch

"Da du Träger des Elp bist...", begann Silvana unvermittelt das Gespräch. "Wirst du versuchen deinen Titel beim nächsten Turnier zu verteidigen? Wirst du nach Baruun... zurückkehren?" Sie drehte das leere Glas immer und immer wieder, in ihren Händen ohne es überhaupt zu bemerken.

'Wann wirst du mich wieder verlassen und in dein eigentliches Leben zurückkehren?', fügte sie in Gedanken hinzu, während der Brandy auf ihrer Zunge einen leicht bitteren Geschmack annahm.

"Ja, das werde ich." Er sah sie an. Die Spielerei mit dem Glas machte ihm Sorgen. Irgendwas war mit ihr.

"Du kannst mitkommen und ebenfalls antreten. Wir müssen zwar noch Bremser für deine Ellenbogen und Knie replizieren, damit du niemanden verletzt, aber ansonsten ..." Marok lachte, als sie ihn etwas böse anguckte.

"Das Giban dauert zwei Monate, mit An- und Abreise, werde ich ungefähr vier Monate weg sein. Ich würde nur ungern so lange von dir getrennt sein."

Eine Pause entstand.

"Du scheinst über irgend etwas nachzudenken ... Ich werde zur Brücke gehen. Vielleicht braucht der Captain mich. Aber eins solltest du noch wissen: Wenn du mit mir reden willst, ich bin immer für dich da. Ich werde keine deiner Ängste, Sorgen oder Gefühle für lächerlich halten und ich werde immer da sein um dich zu beschützen, vorausgesetzt, du läßt mich."

"Aber wahrscheinlich willst du eh selbst kämpfen ..." Marok lachte ging zu ihr rüber und gab ihr einen Kuß auf die
Wange.

Danach ging er zu Narbo.

"Wenn ich dich sehe, sehe ich immer noch den Sklavenhändler von Ramus. Es wird dauern, bis ich dich nicht mehr mit dem Ferengi dort verbinden werde. Sobald wir mehr Zeit haben, erzähle ich dir die Geschichte. Vielleicht wirst du meinen ungerechtfertigten Angriff auf dich dann verstehen."

Danach verließ Marok die Bar.

Silvana beobachtete ihn, als er mit dem Ferengi sprach und sah ihm auch nach, als er die Bar verließ. Noch immer dachte sie darüber nach, was er ihr gesagt hatte. Vier Monate würde er weg sein. Doch er wollte nicht so lange von ihr getrennt sein. Er wollte sie mitnehmen in seine Heimat. Doch was würden die anderen denken, die ihn kannten? Würden sie sie für ein Paar halten oder nur für gute Freunde?

Marok wollte sie beschützen und immer für sie da sein. Dieses Angebot hatte sie noch nie in ihrem Leben von einem Mann erhalten. Wieso wollte er das? Wirkte sie so schwach auf ihn oder war es sein Ausdruck von Liebe? Was war überhaupt Liebe? Man konnte sie nicht sehen, nicht greifen, aber sie konnte einem über die Wolken heben oder schlimmer als eine Klinge verletzen, wenn sie nicht erwidert wurde.

Es klirrte laut. Silvana spürte im gleichen Augenblick einen Schmerz und sah auf ihre Hand.

Unwillkürlich hatte sie das leere Glas darin zerquetscht. Blut vermischte sich mit dem Glitzern des geborstenen Glases. Die beiden anderen starrten sie an und sie begriff sich selbst nicht mehr. Sie hatte die innige Verbundenheit zwischen Frau und Tier verloren. Es schien, als gingen beide jetzt getrennte Wege. Sie mußte Abhilfe schaffen. Ein intensives körperliches Training im Holodeck würde dabei helfen ihre Konzentration wieder zu finden. Doch zuerst mußte sie in die Krankenstation

Ohne Worte stand sie auf und verließ die Bar. Sie fühlte die neugierigen Blicke der anderen auf sich, doch sie durfte jetzt keine Schwäche zeigen.

Telara hatte wie gebannt die Reaktionen dieser Silvana beobachtet. Sicher war sie kein gewöhnlicher Mensch, was man schon an ihren Augen sah, doch im Moment war sie ziemlich unberechenbar. Die Trill war froh darüber, daß sie in Bälde von Bord kam. Das war sicher besser für sie alle.

Doch konnte sie sicher sein, daß sie da unten etwas Besseres erwartete? Cassandra hatte schon viel zu oft ihre Freunde wieder verloren.

"Schenk mir noch einen ein... Bakuun", sagte sie mit einem süffisantem Lächeln und hielt Narbo das Glas entgegen. Dabei fiel ihr etwas ein, was sie schon immer interessiert hatte. "Wieso müssen Frauen bei euch eigentlich immer nackt rumlaufen? Da ist doch die ganze Spannung beim Teufel."

Telara merkte, daß sie schon etwas angeheitert war, weil sie in der Eile noch nichts zu sich genommen hatte und der Brandy ziemlich stark war. Trotzdem war das jetzt genau das Richtige für sie.

--- Gang

Erst als Silvana am Gang war, atmete sie auf und schlug den Weg Richtung Krankenstation ein. Kurz vor der Krankenstation nahm sie etwas Seltsames war. Sie fühlte sich beobachtet und auch ihr Geruchssinn sprach an. Irgend etwas war in der Nähe, was sie bisher eindeutig noch nie wahrgenommen hatte. Höchstens minimal in der Bar, wie sie sich jetzt plötzlich erinnerte.

Ihre Sinne schlugen Alarm und ihr Körper spannte sich an. Aber sie ließ sich nichts von ihrer Entdeckung anmerken.

--- Krankenstation

Äußerst ungern betrat sie die Krankenstation und unterbrach ihre Beobachtung.

"Computer, aktiviere das Medizinisch Holografische Notprogramm", sagte sie gehetzt, als sie David nirgends wahrnehmen konnte. Anscheinend war er noch immer in seinem Quartier.

Sofort tauchte das MHN vor ihr auf. "Bitte, spezifizieren Sie..."

"Schnittwunde", sagte sie barsch und ihre Stimme war eisig. Da draußen war etwas und sie mußte es unbedingt in Erfahrung bringen. Ihr Jagdtrieb war geweckt. Und ihre Zweifel vergessen.

"Woher...?"

"Das geht dich nichts an", unterbrach sie ihn noch eine Spur eisiger. "Beeil dich gefälligst. Ich habe nicht ewig Zeit"

Das MHN murrte zwar nicht, doch es hatte einen ziemlich säuerlichen Gesichtsausdruck. Trotzdem versorgte er ihre Schnittwunde schneller als sie es je bei einem anderem MHN je gesehen hätte.

Ihr bewundernder Blick war ihm nicht entgangen und als sie die Krankenstation verließ, sah er ihr mit einem Anflug eines Lächelns nach, bevor er sich wieder deaktivierte.

--- Gang

Die Fährte hatte sich noch nicht verloren. Im Gegenteil war eine frische hinzugekommen. Das Wesen mußte direkt hier vorbei gekommen sein, während sie beim MHN war. Lautlos wie eine Katze folgte sie der frischen Spur.

Sie kam nur langsam voran und mußte ständig sichergehen, nicht gesehen oder gehört zu werden. Dann kam der Lohn für ihre Arbeit. Für einen Sekundenbruchteil sah sie einen Schatten an der Wand. Dann war er verschwunden.

Silvana beeilte sich nicht dem Eindringling zu folgen. Sicher hatte er sie trotz ihrer Vorsicht bemerkt und sie konnte ihn nicht mehr einholen. Seiner Spur jedenfalls würde sie folgen können. Sein Geruch hatte sich ihr eingeprägt.

"Silvana an Slade: Wieviele Leute sind zur Zeit an Bord?"

"Sieben", kam wie aus der Pistole geschossen zurück. "Warum fragst du, Silva?"

"Das werden wir gleich sehen...", sagte sie unbestimmt und biß nachdenklich auf ihre Unterlippe. "Silvana Ende".

"Silvana an alle: Befand sich jemand bis vor kurzem in der Nähe der Krankenstation?"

Binnen kurzem erhielt sie von allen negative Rückmeldungen.

"Silvana an Slade: Wir haben einen unbekannten Gast an Bord. Die Größe kann ich leider nicht bestimmen, da ich nur kurz seinen Schattenumriß sah. Es handelt sich aber um ein Wesen, daß auf zwei Beinen laufen kann, jedoch durch den gekrümmten Rücken ist anzunehmen, daß es sich auf allen Vieren noch schneller fortbewegen kann. Mir kam vor, es hätte einen ziemlich spitz zulaufenden Schädel. Aber ich kann mich da auch irren. - Sag Marok Bescheid. Ich kümmere mich darum. Wenn du nichts Besseres für ihn zu tun hast, dann kann er mir bei der Suche helfen. Silvana Ende."

"Computer, analysiere alle größeren Lebensformen an Bord."

"Spezifizieren Sie größer", verlangte der Computer engstirnig.

"Mindestens dreifach so groß wie ein Tribble", fügte Silvana nach kurzer Überlegung hinzu.

"Es befinden sich zur Zeit acht Lebensformen dieser Größe an Bord." Dann zählte der Computer all das auf, was sie bereits wußte und schloß mit einem "und eine unbekannte Lebensform."

Silvana verdrehte die Augen und stieß einen ziemlich derben Fluch aus:

"Bitte spezifizieren Sie: Sohn einer ..."

"Computer Ende", unterbrach Silvana das unergiebige Gespräch. Danach nahm sie die Verfolgung auf.

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